badträume.de

Wer nutzt das Badezimmer?

Je nach Lebenssituation müssen Badezimmer ganz unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen: Singles haben ihr Bad für sich allein, benötigen weniger Platz und verbringen dort weniger Zeit – im Gegensatz zu Familien, vor allem wenn die Kinder noch klein sind. Familienbäder sind im Idealfall großzügig geschnitten um ausreichend Platz für Groß und Klein zu bieten. Benutzen auch Oma und Opa das Bad, kann es richtig eng werden. Dann gehört auch eine generationengerechte Einrichtung wie die bodenebene Dusche mit rutschfester Oberfläche dazu. So unterschiedlich die verschiedenen Bäder auch sein mögen, reinigungsfreundlich sollten sie alle sein. In den vorgestellten Badezimmertypen gilt trotz individueller und unterschiedlicher Nutzungsbedürfnisse: die tägliche Zeit dort sollte sich für jeden so angenehm wie möglich gestalten.

Das Singlebad

Wer alleine lebt, kann sein Badezimmer gestalten wie er es möchte – ohne Rücksicht auf andere Personen oder modische Geschmäcker. Das Singlebad ist in der Regel ein urbanes Bad mit kleinem Grundriss – ein Kleinbad, das optimal auf die Nutzung durch eine Person ausgelegt ist, aber gelegentlich auch von Gästen genutzt wird. Aufgrund der meist geringen Quadratmeterzahl des Singlebads ist eine platzsparende Einrichtung besonders wichtig. Das WC im Badezimmer stört kaum, da das Bad nur von einer Person genutzt wird.

Bei der Einrichtung des Singlebads gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Männer legen auf einen ausreichend großen Waschtisch mit guter Beleuchtung besonderen Wert, um genügen Platz und Licht für die tägliche Rasur zu haben. Frauen benötigen etwas mehr Stauraum im Bad – für Hygieneartikel, Schminkutensilien und Pflegeprodukte. Männer verbringen weniger Zeit im Bad als Frauen, deshalb ziehen sie meist eine Dusche der Badewanne vor. Lässt der Platz es zu, bevorzugen Frauen eine Kombination aus Dusche und Badewanne, um nach einem anstrengenden Tag in der Badewanne zu entspannen.

Das Familienbad

Das Familienbad ist so ausgelegt, dass es von mehreren Personen genutzt werden kann – häufig auch zeitgleich. Deshalb sollte die Einrichtung besonders flexibel, funktional und strapazierfähig sein, ohne dabei den wohnlichen Charakter des Badezimmers einzuschränken. Wenn sich morgens die Familienmitglieder im Badezimmer treffen, um sich fit für den Alltag zu machen, sollte die Aufteilung und Einrichtung des Badezimmers eine Benutzung durch mehrere Personen ermöglichen. Im Idealfall sogar für alle erleichtern. Familienbäder können sowohl mit Badewanne als auch mit großem Duschbereich ausgestattet werden. Wandhängende Badmöbel, unter denen man wischen kann, vereinfachen die Reinigung des Badezimmers.

Mehr Stauraum und Platz

Ein wichtiges Kriterium im Familienbad ist der Stauraum, damit Handtücher, Zahnbürsten, Cremes und Hygieneartikel blickdicht verstaut werden können. Die komfortabelste Variante ist natürlich die, dass jedem Familienmitglied ein eigener Schrank oder eine Schublade gehört. Steckdosen an verschiedenen Stellen erleichtern die gleichzeitige Nutzung des Badezimmers. Zwei Waschtische oder ein großer Doppelwaschtisch sind eine große Hilfe bei der täglichen Körperpflege und erleichtern die gleichzeitige Nutzung des Badezimmers. Ausreichend Platz in der Mitte des Badezimmers ist in hektischen Zeiten ebenfalls hilfreich: die Familienmitglieder stehen sich nicht gegenseitig im Weg und alle kommen aneinander vorbei. Damit nicht jeder seine Wäsche in einer anderen Ecke im Bad verteilt, ist ein zentraler Sammelplatz sinnvoll.

Sicherheit geht vor

Kindern wird mit einem Tritthocker die Nutzung der Waschtische erleichtert – so sind diese nicht mehr in unerreichbarer Höhe. Bei kleinen Kindern sollte im Bad darauf geachtet werden, dass möglichst wenig scharfe Ecken und Kanten vorkommen. Damit wird das Verletzungsrisiko für die jüngsten Badnutzer minimiert, denn Sicherheit im Familienbad ist oberstes Gebot. Dazu zählen beispielsweise auch Armaturen mit integriertem Verbrühschutz sowie Armaturen, deren Oberfläche sich nicht zu stark erhitzen. WCs mit Soft-Close-Automatik verhindern lautes Deckelschlagen und eingeklemmte Kinderfinger – beides schont die Nerven der Eltern. Putzmittel, die häufig im Bad untergebracht sind, müssen kindersicher aufbewahrt werden. Hierfür sind verschließbare Schränke vorzusehen. Mindestens ebenso wichtig ist eine sicher verschließbare Hausapotheke.

Das Bad in verschiedene Bereiche gliedern

Falls das Platzangebot etwas großzügiger ausfällt, lässt sich das Familienbad in einzelne Bereiche gliedern – beispielsweise mit einem Vorwandsystem oder einer eingezogenen Wand, die das WC abtrennt. Die zusätzlichen Wände bieten Möglichkeiten zur Gestaltung einer großflächigen, bodenebenen Dusche oder zum Stellen weiterer Badmöbel. Bei großen Familien ist auf jeden Fall ein zusätzliches WC empfehlenswert – allerdings räumlich vom Bad getrennt und in einem eigenen Raum mit Tür.

Das generationengerechte Bad

Besonders wenn sich mehrere Generationen den Wohnraum teilen und das gleiche Bad benutzen, ist eine kinder- und seniorengerechte Badeinrichtung von großer Bedeutung. Die Anforderungen an kind- und seniorengerechte Einrichtungen ähneln sich in vielen Punkten.

Die KfW-Bank fördert den Umbau zum barrierefreien Bad. Sie vergibt Zuschüsse und günstige Kredite – unabhängig vom Alter oder dem Gesundheitszustand des Eigentümers. Gefördert werden Maßnahmen wie die Änderung der Raumaufteilung innerhalb des Bades, bodenebene Duschbereiche und die Modernisierung von Waschtischen, WCs und Badewannen. Bei Zuschüssen übernimmt die KfW-Bank zehn Prozent der förderfähigen Kosten. Manchmal gibt es auch noch zusätzliche Förderungen von Städten oder Gemeinden, die meistens mit dem Angebot der KfW-Bank kombinierbar sind. Fragen Sie dazu Ihren Fachhandwerker vor Ort, er kennt sich hier am Besten aus.

Sicherheit bei der Körperpflege

Ein stufenlos begehbares Bad ohne scharfe Ecken hat für Klein und Groß die gleichen Vorteile. Weiterhin sind besonders für Kinder und ältere Menschen rutschfeste Untergründe in der Dusche und am Boden enorm wichtig. Sie vermeiden unglückliche Stürze und helfen dabei, das Bad auch ohne Hilfe zu benutzen. Bei einem generationengerechten Bad sollten bodenebene Duschen gewählt werden. Hier entfällt das problematische Ein- und Aussteigen über Wannenränder. Ausklappbare Duschsitze sind für gebrechliche Menschen eine weitere Hilfe. Komplizierte Duschtürverschlüsse sind beim generationengerechten Bad tabu, daher sollten einfache und leicht zu verstehende Verschlüsse oder offene Konstruktionen gewählt werden. So lässt sich die Dusche auch bei Panik leicht verlassen. Ein weiteres sinnvolles Produkt kann ein mit Rollstuhl unterfahrbarer Waschtisch sein, wie er beim ersten Bild zu den generationengerechten Bädern hier dargestellt ist.

Nachrüsten bei Bedarf

Das generationengerechte Bad muss nicht sofort komplett barrierefrei ausgestattet werden. Viele Einrichtungen lassen sich nachrüsten, wenn der Bedarf aktuell wird. Grundsätzlich eignen sich Familienbäder meistens ganz gut, um sie später mit barrierefreien Produkten auszustatten, vor allem wenn sie wenig verschachtelte Grundrisse haben.

Ein Beispiel sind klappbare WC-Stützgriffe: Sie können für behinderte und gebrechliche Menschen eine große Unterstützung sein. Sie erleichtern das Aufstehen und Hochziehen am WC und bieten sicheren Halt. Hochgeklappt nehmen sie keinen wertvollen Platz im Bad weg. Auch am Waschtisch können Stützklappgriffe einen sicheren Halt bieten. Für Demenzkranke und Menschen mit geringer Sehkraft gibt es Angebote mit farbigen Markierungen – an Waschtischen, an Stütz- und Haltegriffen und am WC. Sie erleichtern die Orientierung und kennzeichnen durch ihre Farbigkeit wichtige Stellen im Badezimmer.

Jetzt Bäder-Profi in Ihrer Nähe finden!

Inspirationen