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Planungsgrundsätze für Klein- bis Großbäder

Die Deutschen verbringen im Bad täglich durchschnittlich 33 Minuten – das hat das Ipsos-Institut im Auftrag von Nivea herausgefunden. Dabei brauchen die Frauen im Schnitt mehr als zehn Minuten länger als die befragten Männer. Fakt ist auch, dass sich die Menschen ein wohnlicheres Bad wünschen – egal wie groß es ist. Die Einrichtung des Bades sollte platzsparend und auf die Größe und den Grundriss des Badezimmers abgestimmt sein. Denn ein Drittel aller Bäder in Deutschland sind kleiner als sechs Quadratmeter – das ist nicht viel und schränkt den Gestaltungsspielraum beim Renovieren ein. Auch die Durchschnittsgröße eines deutschen Badezimmers mit 7,80 Quadratmetern zeigt, dass hierzulande nicht viel Platz für Körperpflege und Entspannung zur Verfügung steht. Kleinbäder sind zwischen drei und sechs Quadratmeter groß, mittlere Bäder gehen von sechs bis zehn Quadratmeter. Ab zehn Quadratmeter wird schon von einem großen Bad gesprochen.

Kleine Bäder bis sechs Quadratmeter

Das Drittel der Badbesitzer, das ein sehr kleines Badezimmer sein Eigen nennt, hat dennoch eine Fülle an Möglichkeiten, die vorhandene Fläche des Minibads sinnvoll zu nutzen. Wandhängende Badmöbel beispielsweise machen den Raum optisch größer, da nichts den Boden verstellt. Auch Rollcontainer eignen sich für kleine Bäder gut, da sie verschiebbar und flexibel sind. In einem kleinen Bad ist es wichtig, jeden vorhandenen Zentimeter optimal zu nutzen, ohne den Raum mit Badmöbeln und Accessoires zu überfrachten. 

Badewanne oder Dusche?

Eine wichtige Entscheidung ist die Wahl zwischen Dusche oder Badewanne. Für beides reichen sechs Quadratmeter oder weniger nicht. Ist trotzdem beides gewünscht, kann eine Badewanne mit ebener Duschfläche eingebaut werden, für die es ein vielfältiges Angebot gibt. Groß ist die Auswahl auch an kleineren Kompaktformen von Badmöbeln und Keramikobjekten – sie sind weniger ausladend und integrieren sich besser in das kleine Bad.

Materialien für Wand und Boden

Spiegelschränke bieten nicht nur wichtigen Stauraum für Kosmetika und Hygieneartikel, sie lassen den kleinen Raum durch die Spiegelflächen auch optisch größer erscheinen. Spezielle Bauformen lassen sich auch in die Vorwandinstallation integrieren, so dass sie mit der Wandfläche abschließen und nicht mehr in den Raum hineinragen. Große Fliesen vergrößern den Raum optisch – Rastermaße ab 30 x 30 Zentimeter sind geeignet. Das spart nebenbei auch Fugen. Wählen Sie bei Fliesen und Keramik helle Farben, sie weiten kleine Räume optisch und lassen sie freundlicher erscheinen. 

Mittelgroße Badezimmer

Im Bereich von sechs bis zehn Quadratmeter spricht der Bäderbauer von mittelgroßen Bädern. Sie bieten mehr Gestaltungsfreiheit und sind wohl der am häufigsten vorkommende Badezimmertyp. Sowohl die Badewanne als auch die Dusche finden in mittelgroßen Badezimmern Platz. Eine Alternative zur Duschwanne kann eine bodenebene Dusche mit einer Duschrinne als Ablauf sein. Die bodenebene Dusche ermöglicht ein einheitliches Fliesenbild über den ganzen Fußboden hinweg.

Mehr Platz im Bad bedeutet auch mehr Möglichkeiten für Stauraum: Beispielsweise können Handtücher im Bad aufbewahrt werden, denn Unterbaumöbel für den Waschtisch und Schränke schaffen Ordnung. Aber auch eine Waschmaschine oder der Trockner lassen sich bei zusätzlichem Platz im Bad unterbringen. Bäderbauer bieten hierzu spezielle Möbel an, in denen sich die Waschmaschine unauffällig unterbringen lässt.

Bäder mit mehr als zehn Quadratmetern

Bei großen Badezimmern eröffnen sich weitere Möglichkeiten: Besonders beliebt ist die Kombination aus Badezimmer und Wellness-Bereich. In Betracht hierfür könnten ein Whirlpool, eine Sauna, ein Dampfbad oder ein Duschbereich mit Seitendüsen und großflächiger Regendusche kommen. Auch für Farb- und Aromatherapien installiert der Bäderbauer die notwendigen Ausstattungen. Die Verwendung von hochwertigen Materialien und Badmöbeln ergibt sich bei dieser Raumgröße in der Regel meist von selbst.

Raum in verschiedene Bereiche gliedern

So einfach die Badgestaltung von größeren Räumen anfangs erscheint – der Teufel steckt im Detail. Um ungenutzte Flächen in der Mitte des Bades zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Raum in verschiedene Bereiche zu gliedern und freistehende Badmöbel zu verwenden – dies strukturiert das Badezimmer und lässt es wohnlicher erscheinen. Auch das Einziehen einer zusätzlichen Wand gliedert den Raum und bietet Sichtschutz. In einem großen Bad sollte das WC mindestens hinter einer Abtrennung separiert sein. Vielleicht lässt sich auch ein kleiner Raum mit eigener Tür zum Flur hin abtrennen. So kann das Bad genutzt werden, auch wenn das WC besetzt ist.

Freistehende Objekte als Blickfang

Große Bäder können sowohl mit einer großen Badewanne als auch mit einem großen und bodenebenen Duschbereich ausgestattet werden – Platz ist ausreichend vorhanden. Mittig in großen Bädern platzierte, freistehende Möbel und Sanitärobjekte wie Badewannen oder Duschen lösen das Problem der ungenutzten Fläche in der Raummitte und sind dazu ein echter Blickfang.

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