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Geschmackssache:
Vier aktuelle Einrichtungsstile im Bad

Auch das Bad ist ein Wohnraum, der Ihren Lebens- und Einrichtungsstil abbilden kann. Im Großen und Ganzen lassen sich vier Einrichtungsstile unterscheiden. Wenn Sie Ihren Lifestyle hier wiederfinden, dann sind Sie gestalterisch schon einen Schritt weiter, denn Sie haben eine ideale Grundlage für das Briefing Ihres Bäderplaners. Noch eine Information zur prozentualen Verteilung aktueller Badstile: Die Designerin Uta Kurz, die Bäderplaner und Architekten zum Thema Badgestaltung schult, sieht bei den Bädern mit höherem Planungs- und Gestaltungsaufwand einen klaren Schwerpunkt beim Badtrend „Natur“ (rund 70 Prozent), gefolgt von „Bauhaus/Moderne“ (rund 20 Prozent) und „Retro/Glamour“ (fünf bis zehn Prozent).

1. Badtrend Natur

Sie wollen Wohnen und Baden wie auf dem Lande? Der naturnahe Einrichtungstrend ist zeitlos und lässt sich gut aufs Bad übertragen. Das Angebot an passenden Fliesen, Keramik- und Armaturenkonzepten ist großzügig. Dazu passen Badmöbel mit Holzoberflächen, traditionelle Leuchten, Putze und Naturstein. Dieses Bad erstrahlt in hellen Farben, benötigt viel Tageslicht und Luftigkeit, die auch aus den verwendeten Textilien kommen kann. Es bieten sich leichte Vorhänge und Sitzkissen an. Dezente Dekoration macht das natürliche Bad zu einem Wohnfühlraum. Das Naturbad funktioniert auch im Stadthaus und setzt so einen Kontrapunkt zum urbanen Leben drum herum. Wichtiger psychologischer Nebeneffekt: Wo Natur draufsteht, muss auch Natur drin sein. Es geht auch um die Nachhaltigkeit der eingesetzten Produkte.

2. Das Retrobad – mit Glamour

Zurück in die Zukunft: Das Retrobad sieht aus wie aus der guten alten Zeit. Es kombiniert moderne Produkte mit althergebrachtem Look und Feel. Zuweilen kommt ein Schuss Glamour dazu. Kristallene Luster, edle Formensprache und Kreuzgriffarmaturen, opulente Waschtische und klassische Fliesenkonzepte wie das Schachbrettmuster versetzen den Badnutzer in die Belle Époque. Retrobäder finden sich oft in renovierten Gebäuden und spiegeln das Leben im Herrenhaus. Sie funktionieren im ländlichen Umfeld genauso wie im städtischen. Der Zeitmaschinen-Effekt, den sie versprechen, ist auch ein Angebot zur Entschleunigung an den Badnutzer.

3. Das Bad der Moderne (Bauhaus & Co.)

Die Moderne ist nicht nur im Land der Bauhausbewegung als Gestaltungsrichtung weiter topaktuell und wird gerade von vielen Architekten favorisiert. Klare Linien, ehrliche Materialien, reduzierte Formen. Das muss nicht nüchtern oder kühl sein, aber durchdacht, denn die Form folgt ja bekanntlich der Funktion. Die Möglichkeiten in Planung und Produktauswahl sind üppig. Typisch: Der reduzierte Waschtisch oder die Waschschale auf der Möbelkonsole und der Einhebelmischer, wie ihn der Däne Arne Jacobsen einst erfunden hat. Im modernen Bad wird auch nach Alternativen zum Fliesenbelag gesucht – es ist offen für Plattenmaterialien, Glaswände und sogar Bodenbeschichtungen und für freche, polarisierende Farbkombinationen.

4. Der Klassiker: Das Mainstream-Bad

Ein Badezimmer wird im Schnitt 15 bis 20 Jahre alt, bevor die nächste Renovierung ansteht. Wer weiß schon, ob man sich in ein paar Jahren nicht an den orangen Fliesen oder der Landhausmöblierung satt gesehen hat? Das Klassik- oder Mainstream-Bad scheut Experimente und will alles, nur nicht polarisieren. Das schließt formschöne und funktionelle Ausstattung nicht aus. Dieses Bad lebt von den klassischen Bad-Materialien (Chrom, Keramik, Fliese) und kommt bei den meisten Menschen gut an. Ideal in vermieteten Objekten oder in solchen, die einmal vermietet werden könnten.

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